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Projekt · Reisen · iOS/Mac

Roamy bauen: ein nativer iOS-Audioguide

Der Einstieg in Swift und das Apple-Ökosystem für einen ortsbezogenen Audioguide — und der Hardware-Umweg, der das Projekt am Laufen hielt.

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Christoph Griehl
Senior Full-Stack Engineer
8. Nov. 20212 Min. Lesezeit
Logo von Roamy
Logo von Roamy

Roamy begann als Lockdown-Projekt mit einem Gründer aus Karlsruhe: das Smartphone in einen spontanen Reiseführer verwandeln, der dir die Sehenswürdigkeiten ringsum beschreibt, während du umherziehst — und dich abseits der naheliegenden Wege schubst, ohne ein verlässlicher Begleiter aufzuhören zu sein. Ich übernahm die iOS-App — was bedeutete, eine ganze Plattform von Grund auf zu lernen.

Ein bewusster Sprung in unbekanntes Terrain

Natives iOS war für mich Neuland: eine neue Sprache mit Swift, eine neue IDE mit Xcode und die Konventionen des Apple-Ökosystems. Ich nahm das Projekt teils gerade deshalb an, weil es ungewohnt war. Einen Stack von Anfang bis Ende an einem echten Produkt mit echten Einschränkungen zu lernen, ist für mich der schnellste Weg, ihn wirklich zu verstehen — weit schneller als isolierte Tutorials.

Wenn die Build-Maschine mitten im Projekt stirbt

Die Komplikation war die Hardware. Mein treuer Mac Mini von 2012 — meine einzige Möglichkeit, für iOS zu bauen — gab schließlich den Geist auf, und ihn durch neue Apple-Hardware zu ersetzen, lag für ein Nebenprojekt nicht im Budget. Statt das Projekt zu stoppen, baute ich einen Hackintosh.

Einen Ryzen-Hackintosh für die iOS-Entwicklung bauen

Die meisten Hackintosh-Anleitungen setzen Intel voraus. Ein Freund verwies mich auf das OpenCore-Projekt, dessen AMD-Unterstützung mir erlaubte, macOS auf einem Ryzen 3600 mit einer Radeon RX 5700 und einem MSI-570-Board laufen zu lassen. Mit den richtigen Kernel-Erweiterungen, einer sorgfältig abgestimmten config.plist und einer Anleitung der c’t fügte es sich zusammen und lief Big Sur ohne Drama. Für rund 700 € hatte ich eine schnelle, leistungsfähige Entwicklungsmaschine.

Ein guter Workaround verschafft dir Zeit. Er schuldet sie dir nicht für immer.

Was ich anders machen würde

Der Hackintosh war für diesen Moment die richtige Entscheidung und durch 2020 und bis 2021 ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis — bis ein OS-Update ihn lahmlegte, wie es bei solchen Setups irgendwann passiert. Mit Apple Silicon, das heute ausgeliefert wird, ist ein nativer Mac inzwischen die naheliegende Wahl: mehr Leistung, keine Fragilität. Der Workaround war richtig für die Einschränkung, falsch als langfristige Wette.

Roamy selbst wurde zu etwas, mit dem ich wirklich zufrieden bin, und ich stieg auf einem neuen iPhone SE in die offene Beta ein. Wenn du damit irgendwohin ziehen möchtest, wirf einen Blick auf gigi.guide.

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Christoph Griehl

Senior Full-Stack Engineer in Deutschland — tätig an KI-/RAG-Systemen, Geodaten-Software, Dokumentenintelligenz und datenintensiven Web-Plattformen.

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